C. Monteverdi: Vespro della Beata Vergine // Marienvesper (1610)

C. Monteverdi: Vespro della Beata Vergine // Marienvesper (1610)

In seinem Kopf sei nichts als Rauch, er sei so selbstverliebt, dass er meine, die guten Regeln der Komposition verderben und zerstören zu können. Diesem Vorwurf des Musiktheoretikers G. M. Artusi sah sich Monteverdi ausgesetzt. Tatsächlich hatte er sich in seinen Madrigalen von allgemein gültigen Kompositionsregeln befreit, um durch unvermittelte Dissonanzen den Ausdruck zu steigern. Der Katholik Monteverdi rechtfertigte sich gegen den Vorwurf, mit der Tradition gebrochen zu haben, auf evangelische Weise, indem er sich auf das Wort beruft: In seiner neuen Kompositionsart sei die Sprache Herrin über die Musik und nicht länger ihre Dienerin. Diese Musik, die sich ganz in den Dienst der Worte stellte, eroberte in wenigen Jahren Europa und markiert den Beginn des Barock.

Angela Postweiler, Sopran
Anna Terterjan, Sopran
Mirko Ludwig, Tenor
Hans Jörg Mammel, Tenor
Benjamin Kirchner, Tenor
Carsten Krüger, Bass
Kammerchor am Bremer Dom
Les Cornets Noirs (Basel)
Leitung: Tobias Gravenhorst

Eintritt: Kat. I 25,–/17,– € Kat. II 15,–/10,– €
Kat. III 10,–/7,-€
VVK ab Mai 2017 bei Nordwest-Ticket,
Kapitel 8 und Domshop