Märzmusik // Portraitkonzert Younghi Pagh-Paan

Märzmusik // Portraitkonzert Younghi Pagh-Paan

Live Konzertmitschnitt des Deutschlandradio Kultur

Programm

Younghi Pagh-Paan

MAN-NAM I
für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello (1977)

ma-am / Mein Herz
für Frauenstimme solo (1990)
nach einem Gedicht von Chung-Chul

U-MUL / Der Brunnen
für sieben Instrumentalist*innen (1992)

Mein Herz III (UA)
Duo für Sopran und Viola (2020)
nach einem Gedicht von H. C. Artmann

Horizont auf hoher See
für Streichquartett (2016)

Künstlergespräch
Lydia Jeschke im Gespräch mit
Younghi Pagh-Paan Preisträgerin Großer Kunstpreis Berlin 2020

Besetzung

Ensemble KNM Berlin
Angela Postweiler, Sopran

Younghi Pagh-Paans (*1945) Musik – „so frei und so fein“, wie sie treffend beschrieben wurde – spricht auf bewegende Weise den Zustand der Gegenwart an: Die umsichtige Vision eines Lebens ohne koloniale Unterdrückung, ohne grenzenlose Kommerzialisierung und ohne die Gewalt der Globalisierung. Die Arbeit der südkoreanischen Komponistin, die Deutschland 1974 zu ihrer neuen Heimat gemacht hat, wurzelt in ihrer prägenden Erfahrung von Migration und in ihrer beharrlichen Praxis im interkulturellen Dialog. Getragen von einer vom Tao beeinflussten Ethik, ist ihre musikalische Ästhetik untrennbar verbunden mit einer Politik der Sorgfalt, die in der zeitgenössischen Musik selten anzutreffen ist. Zur Feier der Verleihung des Großen Berliner Kunstpreises präsentiert dieses Konzert mit dem KNM Berlin eine Auswahl von Werken von Younghi Pagh-Paan aus fünf Jahrzehnten, vom frühen „Man-Nam I“, in dem klangliche Qualitäten traditioneller koreanischer Instrumente kunstvoll eingewoben sind, bis hin zu ihrem kürzlich entstandenen Ersten Streichquartett.